Seminar in Büsum im November 2009

Gruppenfoto der Teilnehmer

In der Zeit von Montag, den 16.11. bis zum Sonntag, den 22.11.2009 fand nun das Seminar der Schleswig-Holsteiner statt. Es schien ja fast regelrecht ins Meer zu fallen, da sich kaum Leute aus SH angemeldet hatten und dank der Bereitschaft von Renate Kokartis wurde es dann möglich, dass auch andere Leuts aus ganz Deutschland die Gelegenheit hatten, sich anzumelden. Danke nochmals Renate!

Ich möchte mit diesem Bericht eigentlich nur anregen. Anregen zum Mut und zum Wiederholen oder gar vertiefen. Eine Garantie kann man leider nicht geben, dass das nächste Seminar in so einer Form wieder ein voller Erfolg wird, leider, ich würde es gerne machen wollen, grins, aber es kommt halt sehr auf die Teilnehmer an!! Denn es war eine sehr angenehme Woche, die wir da hatten. Es gab keine, wohl oft vertretene schlechte Atmosphäre oder gar Mobbing oder Streitereien um den besten Hund!

Wir waren das erste Mal in diesem Erholungszentrum und auch ich hatte ein sehr mulmiges Gefühl bei der Vorstellung, dass da nun um die 12 Hunde in einem Haus aufschlagen, in dem keine Haustiere erwünscht sind. Was nützen unsere sogenannten prächtigen Diensthunde in so einem Haus, wenn sie sich nicht benehmen können? Und Dreck bringen sie auch mit, da können wohl hundert Handtücher mitgebracht werden..

Renate voller Tatendrang

Erst einmal zu dem Haus:
Es ist ein modern eingerichtetes Haus, dass über große Zimmer verfügt und ein großes Badezimmer hat. Die Wege im Haus erscheinen erst ein wenig kompliziert, aber das ist wohl immer so. Eigentlich war es gut strukturiert. Ich wohnte im ersten Stock und empfand es ein wenig hellhörig, aber das ist wohl nicht das schlimmste.

Verrückter war der Fahrstuhl, grins, hingegen zu den Geläufigen musste man hier bei diesem super modernen Teil immer die Taste des Zielortes drücken. Eine Gewohnheit für sich und da der Fahrstuhl sehr geduldig war ein kleines Umdenken und eine super Erleichterung, denn man musste nicht ständig das Tablet im Fahrstuhl selbst suchen. Geniale Erfindung!

Das Haus, also das Personal, war wohl genauso wie wir, neugierig, aufgeregt und gespannt, was Sie nun erwarten würde. Ich empfand es als sehr freundlich, hilfsbereit, lernfähig und durchaus ausbaufähig, grins. Man kann sich darüber streiten, ob sich ein Hotelpersonal vorab informieren sollte, wie man mit Sehbehinderten umgeht. Ich selber würde mich so nicht hinstellen wollen, denn ich finde, nur wir selber können es vermitteln. Infomaterial hätte man vielleicht schicken können, aber Leute, ihr wisst doch selber, steckt tausend Leute von uns in einen Raum und jeder sieht anders, jeder braucht andere Hilfe und jeder will es anders.

Hunde im Speisesaal? Tja, dass wäre was für die Fraktion, Hunde sollten nicht ans Büffet, grins, hier war es gar nicht anders möglich, denn hier gibt es morgens und abends Büffet und dieses steht mitten im Raum, so dass der Hund.. und es waren glaube ich pfiffige dabei, die ihr Frauli immer ganz geschickt so rausführten, dass sie immer!! auf der Büffetseite liefen, grins.. also der Hund an dem wohlriechenden vorbei, auf dem Hinweg und dann auch auf dem Rückweg, grins. Denn die Tische waren am Büffet angeordnet und wer einen Hund hat, der da nicht wiederstehen kann und nicht grad am ersten oder zweiten Tisch sitzt, sollte ihn dann lieber imZimmer lassen, grins. Aber wir hatten keinen dabei, der es auch nur einmal ausnutzte! Schade eigentlich, was, ihr verfressenen Labbis, grins?

Was angenehm und sehr gut war, wie sich das dann so rausstellte, es wird darauf Wert gelegt, dass um 12 Uhr gegessen wird. Erbarmungslos stand dann auch mal der Teller schon da, wenn man kam. Das war für mich grad noch so in Ordnung, weil das Essen heiß war, aber auch gewöhnungsbedürftig. Auch so verhält es sich bei den Büffets. Frühstück ab 8 uhr und Abendbrot ab 17:45 Uhr, wer später kam, konnte teilweise etwas nicht mehr essen, weil es nicht mehr da war, grins. Es ist halt kein Sternehotel, wo das Büffet immer nachgefüllt wird, aber das wusste man ja eigentlich schon vorher.

Das Haus selber wirkte unorganisiert, aber die meisten trugen es mit Gelassenheit. Abends ist die Eingangs-Automatiktür zu und man muss am Seiteneingang rein und raus. Am letzten Tag gab es ein Malheur beim Personal, so dass das Frühstück ein wenig später erst stattfand, aber da konnte man nur den Hut ziehen, wie die agiert haben und alles super schnell hinbekamen, selbst unsere Lunchpakete waren fertig und es waren gute Sachen drin. Bei dieser Gelegenheit vermerkte ich dann auch so nebenbei, dass man die Automatiktür von innen doch per Hand öffnen konnte.. schade, dass es uns vorher keiner gezeigt hat, grins. Oder es lag dann doch ein Karton da mit Handtüchern für die Hunde im Eingangsbereich, den viele erst später bemerkten. Naja, das ist halt Kommunikation, die stattfinden muss. Man muss aber auch fair sein und sagen, dass sie auf beiden Seiten stattfinden muss, nicht nur auf der einen.

So war halt bei manchen Leuten die Meinung über den Service gespalten. Aber ich glaube über die Hälfte der Leute war mehr als zufrieden. Dafür, dass wir die ersten Blinden da waren und dann gleich soooooo eine Meute noch dazu, also dafür kann man nur zufrieden sein.

Und dann hatten wir ja auch sehende Begleiter bei, denen ich hier nochmals ganz dolle danken möchte! Toll wart ihr.. zwar nur wenige, aber ihr wart Klasse und ich freue mich sehr über ein Wiedersehen!

Am Nachmittag und Abend standen immer Getränke in dem Aufenthaltsraum. Da die Kosten des Hotels gering gehalten werden, lagen die Preiselisten aus und man bezahlte seine Getränke oder den Kuchen per Vertrauen in einen Teller, der da stand. Gute Idee und kostengünstig!

Gespannte Hunde warten auf die nächste Lektion

Ich weiß nicht, ob ich die erste war, aber ich kam so um 14 uhr im Hotel an und nachdem mir das Zimmer gezeigt wurde und ich eine Kaffeetante bin und eine Nikotinabhängige noch dazu, wurde mir einiges im Hotel gezeigt und erklärt. Die anderen Gäste waren super, sie waren ebenfalls neugierig und wurden vom Personal ja vorbereitet, grins. Auch wurde mir vom Personal gezeigt, wo ich mein Hund lösen lassen kann, wo sie auch mal am Haus rennen dürfen und grad abends mal für ne kurze Pinkelei in der Nähe vom Haus. Dafür bedankte ich mich und trug es weiter, jedoch sagte ich auch, dass ich das nur mache, wenn er nicht Kot absetzen muss, denn das möchte ich nicht. Aber das Haus ist da super kolant und wollte es partou.

Tja und der nette Herr Runge im Rollstuhl tat den Rest für die Nikotintante, grins. Die Gäste haben sich nachmittags in den Speisesaal gesetzt, damit wir den ganzen Aufenthaltsraum für uns haben und haben sich im Speisesaal umgesetzt, damit wir ein wenig zusammen sitzen können. Also wo findet man denn so was sonst? Und wir hatten auch mal Gäste bei, nachmittags, die einfach nur interessiert waren und zuhören wollten. Super!

Der Weg zum Deich war nicht weit und ist für Stockgänger gewiß zu schaffen. Es gibt noch einen kürzeren und einfacheren Weg, aber da waren grad die alljährlichen Kurparkarbeiten und die kleine Brücke gesperrt.

Wir waren 14 Gespanne! Und doch insgesamt 19 Hunde waren da, denn ein Privathund war noch bei und die Referentinnen hatten allein schon vier Hunde dabei! Ein Waaaaaaahnsinn!

Die Referentinnen waren:
Almuth Schrader, Annemarie Butlar und Tanja Runge. Quasi zwei alte Hasen und ein frisches Küken, grins. Ilse Böhning war an fast allen Tagen dabei, sie war Hundesitterin für den Hund oder die Hunde von Schrader und Butlar. Das Dreiergespann Schrader, Butlar und Böhning wohnten nicht im Hotel, das tat nur Tanja, die erst am Dienstagabend sehr spät kam. Jedoch war das einfach toll von Tanja, sie war stets und ständig da und ging mit uns raus, erzählte gern von unseren Hunden und über ihre Aktivitäten und man merkte, dass sie schon allein durch ihre Mutter, sich sehr sehr gut auskannte mit den Bedürfnissen blinder Halter. Ein ganz besonderer Dank an dich, liebe Tanja! Denn das ist ja nicht selbstverständlich! Aber halt auch machbar, wenn man jünger ist, grins.

Der Ablauf
Er war schön und bietete viel Freizeit! Wir haben festgestellt, dass das mit dem pünktlichen Mittagessen anfangs gewöhnungsbedürftig war, aber es war für den Ablauf eines Seminars eigentlich nur gut. So könnte man sich als Seminarleiter darauf verlassen, dass keine lange Wartezeiten auf das Essen eingeplant werden muss, wie so oft bei unseren bekannten Häusern, grins. Also, nur zu, wenn ihr mal ein Seminar plant, dass nur kurze Zeit für Essens-pausen beinhaltet!

Wir arbeiteten meist von 10 bis 11:45 und von 15 uhr bis 17:45 uhr. Zum Schluß dann doch die letzten beiden Tage ab 14:30 und auch mal nach dem Abendbrot. Renate ließ uns also viel Zeit für die Gassigänge.

Klönen in den Pausen, skeptische Hunde

Montag, den 16.11.09
Der Tag der Anreise. Es konnte eigentlich nur am Abend etwas starten. Und so startete die Vorstellungsrunde. Renate hatte angeregt, in dieser einiges zu benennen, jedoch mal nicht die Schule zu sagen, so entfällt ein Raunen oder ein Aha- Effekt und die Vorurteile, die dadurch entstehen. Und das war eine super Idee!

Natürlich konnte man im Laufe des Seminars auch die Schulen erfahren oder man kannte sie schon, aber so war es gut und ich kann es nur weiter empfehlen für weitere Seminare. Vielleicht auch ein Grund, warum nicht so eine Unfreundlichkeit auftrat!

Ein bunt gemischter Haufen aus ganz Deutschland, Labbis in allen Farben, zwei Pudelchen, zwei weiße Schäfer, ein Aussie und ein Riesenschnauzer. In den Altersklassen von 2 bis 12 Jahren, war alles vertreten.

Dienstag, der 17.11.09
Wir bildeten drei Gruppen, die im Abstand von einiger Zeit immer zu dem Deich gehen sollten. Dort waren Almuth und Annemarie und da wir das Thema Hundespiel, Hundespielverhalten durch nahmen, schilderten uns die Beiden, was unsere Hunde so trieben und wie sie spielen mit einander oder was sie sonst so machten. Wir hatten natürlich Rassisten dabei, grins.

Ein Hund hört aufmerksam zu, ein anderer verpennt das meiste

Am Nachmittag war dann eine offene Fragerunde. Nach dem geklärt wurde, wie wir verfahren wollen, mit vielleicht unangenehmen Dingen, die auftauchen könnten, konnten sich Halter zu Wort melden, die ein bestimmtes Problem mit ihrem Hund haben. Und das wurde auch angenommen und nach Antworten gesucht.

Leider waren auch traurige und sehr nachdenkliche Schicksale dabei, die immer wieder auf die Missstände der Führhundversorgung hinweisen und die zeigen, wie wichtig ein Austausch ist und wie wichtig es ist, dass es bekannt wird! Wir können nichts ändern, wenn man von diesen Erfahrungen nichts hört. Bitte teilt das mit und helft so mit, dass es an die Öffentlichkeit kommt. Es gibt in allen Schulen gute und weniger gute Hunde, aber die meisten Halter haben keine Vorstellungen von dem, was alles passieren kann und worauf man in jedem Falle achten sollte!

***Hierzu ein Hinweis von mir in eigener Sache: ich mache eine HP auf für Erstführhundhalter. Auf dieser Seite sollen viele, viele Erfahrungsberichte rein! Von euch da draußen!! Schickt mir eure Geschichten, eure Tatsachenberichte. Ich stelle sie ein, ohne Namen oder nur mit Vornamen oder wie ihr es auch immer haben wollt und ohne Namen eurer Schulen!! Aber die Berichte sind wichtig und können anderen Leuten helfen. Es geht nicht darum, Schulen schlecht zu machen, es geht um Aufklärung, was alles schief gehen kann und was ihr alle so erlebt habt. Die tollen Wunderhunde-Storys gibt es zuuuu viel und in Mailinglisten erfährt man leider nur das Gute, nie das Echte und Wahre! Herzlichen Dank im voraus. Unten findet ihr meine Kontaktdaten.***

Ermüdete Teilnehmer nach fruchtbaren Tagen

Mittwoch, der 18.11.09
Uns beglückte Sturm Jürgen mit Windchen bis zu Stärke 12, da waren so manche Sturmnaiven Leuts überfordert. Ein lapidarer Gassigang von mir in den frühen Morgenstunden wurde zum Alptraum und zur totalen Überschätzung meinerseits. Durch das ständige Umdrehen und Wegdrehen kam ich dermaßen von meinen Weg ab, dass ich den Rückweg durch Straßen gehen musste, die mich weit weg vom Hotel gebracht hatten. Bloß merkwürdigerweise hatte ich nie auf dem Hinweg das Gefühl, dass ich mich irgendwo auf Straßen befand. Auch mein Hund war überfordert und bei jedem Stopp stellte er sich nur in meinen Windschatten und verlor wohl damit ebenfalls die völlige Orientierung. Wir waren am anderen Ende von Büsum, die Bändchen meiner im Halskragen befindlichen Kapuze knallten mir hundertmal ins Gesicht, auf die Brille, in den Mund. Immer und immer wieder verschloß ich sie zu einem Knoten, aber der ging wieder und wieder auf. Mein Cappy flog weg und ich machte das, was man wohl nie machen sollte, ich sicherte meinen Stock mit dem Gummiband am Handgelenk. Das Handy zu benutzen, war nicht möglich, ich habe nichts gehört. Seelig war ich, als ich nach langer Zeit endlich Menschen auf der Straße wahrnahm, die mich lenken konnten in Richtung Hotel. Endlich um halb neun war ich wieder vor diesem und ging frühstücken. Eine Warnung für mich, nie wieder so einen Sturm zu unterschätzen und gar Gassi zu gehen, grins. Ich erfuhr von einigen, dass sie sich auch bereits verlaufen hatten..

Am Vormittag trafen wir uns Wetterbedingt in dem großen Aufenthaltsraum und das Thema war erneut Hundespiel. Tanja war inzwischen da und hielt einen Vortrag darüber und die Auswertung erfolgte vom Vortag. Da Tanja schon abends und morgens einige Halter begleitete, konnte sie da auch schon einiges zu den einzelnen Hunden berichten.

Nachmittags wurde der Film Zweiteiler von Trummler geguckt. Das jahr des Hundes. Und er war sehr anschaulich, da die Referentin Annemarie sehr schöne Erläuterungen einwarf.

Donnerstag, der 19.11.09
Heute stand ein Gang in den Hafen an. 14 Gespanne setzten sich in Bewegung. Es wurden Geschwindigkeitsabhängige Grüppchen gebildet und wir zogen los. Bedacht auf Hunde, die eine höhere Toleranz benötigten und auf Schnelligkeit und Sicherheit war es schon eine große Herausforderung für unsere drei Fachleute, grins.

Vierbeinige Teilnehmer blindzeln in die Kamera

Keine Angst, es war kein schwerer Gang, keine Ampel war dabei keine Bushalte oder sonstiges. Das wäre bei der Masse an Gespannen nicht möglich. Auf dem Weg durch den Hafen fielen wir natürlich auf, grins und wir hatten einige Hunde am Rande, als Hundebegegnung. Auf dem Rückweg ließen wir dann wieder alle Hunde, bedacht auf die Toleranzgrenzen am Meer laufen. Man konnte sehr gut merken, wie die Hunde doch schon hierbei den Auslauf benötigten und sich abreagierten, grins. Und dies, obwohl es so gesehen, kein allzu schwerer Gang war.

Am Nachmittag stand wieder die Auswertung an. Jeder der Fragen hatte konnte sie stellen und erfuhr so vieles über seinen Hund. Natürlich wurden vermehrt die Fragen, die gestellt wurden beantwortet und das Augenmerk der Fachleute ging vor allem an die Hunde, die irgendwie auffällig waren. Und ich meine damit nicht Negativ!

Das möchte ich extra mal betonen, dass es sehr schön von den Fachleuten war, wie sie diese Beschreibungen vornahmen und das man nie das Gefühl verspürte, oh, mein Hund ist aber.. nein, im Gegenteil, sie sahen grundsätzlich den Hund nie als Problemhund oder gar als Furchtbares Individium. Sie gaben allen Haltern ein sicheres Gefühl und legten Wert auf jeden einzelnen guten Charakterpunkt der Hunde. Das war sehr angenehm, ihr da, grins

Dann ging es mit dem Vortrag von Tanja vom Vortag weiter, mit dem Thema Kommunikation: Hund mit Hund. An vielen gut erklärten Beispielen erfuhren wir interessante und tiefe Informationen zu den Rasseunterschieden. Sage ich ja, grins, alles Rassisten!

Was mich persönlich oft störte, war bei den Erzählungen und Beispielen, die Annemarie so machte, immer das Erwähnen von Schnauzern. Es ist für mich, die da als einzige mit einer solchen Rasse vertreten war, sehr unangenehm gewesen, da es immer so einen unschönen Beigeschmack für mich hatte. Aber ich erfuhr dann von einigen, dass Annemarie das wohl immer so macht, auch wenn kein Schnauzer anwesend ist und somit war ich beruhigter.

Um 17:30 erbot sich die Chefin des Hauses einen Termin, grins, sie war voller Stolz auf ihr Haus und ihre Beherbergung von solch tollen Hunden. Die Zweifel waren verwischt und nun wollte das Haus Fotos von allen haben. Wir freuten uns und haben natürlich den Wunsch (unentgeltlich, grins) erfüllt.. konnten wir doch somit beitragen, dass es nun in Zukunft weiteren Servicehunden erlaubt ist, dort ein zu kehren.

Ein beeindruckter Führhund

Freitag, den 20.11.09
Outdoor-Termin, Thema: Kommunikation Mensch, Hund! Wir zeigten erst einmal, dass wir Annemarie und ihre Wünsche befolgten und ernst nahmen und bildeten auf einer freien Fläche im Kurpark einen Knoten, grins. Mit Blinden geht halt vieles anders. Nach den anfänglichen Orientierungs und Kommunikationsproblemchen schafften wir es aber dann, die Übungen durch zu ziehen und gingen an anderen Gespannen vorbei oder bildeten eine Gasse, durch die wir unsere Hunde schickten und hatten auch dabei viel zu lachen.

Wir hatten natürlich auch Zickenalarm dabei, grins und es wurde immer schön aufgepasst, dass diese Zicken sich nicht zuuuu nahe kamen. Wir standen zwar bei Sonne am Deich, aber auch wir kühlten bei dem Warten aus und bis so alle dran waren, verging die Zeit. Ich für mein Teil würde mich über die Thematik "Streß" sehr freuen auf einem weiteren Seminar, denn bei diesen Übungen und bei so manch anderen, wurde immer wieder festgestellt, dass viele denken, die Hunde hätten keinen Streß beim z. B. herum liegen und warten. Also, vielleicht eine Idee für den einen oder anderen?

Anschließend kam noch die Übung, dass zwei Hunde frei gelassen wurden, die miteinander spielen sollten oder so.. Natürlich mit ein Augenmerk auf unsere Individualzicken, grins, und wieder zeigten sich die Hunde von allen Seiten und vor allem in Seiten, die wir an den Vortagen noch nicht hatten, grins. Und diese Rassisten waren auch wieder unterwegs..

Nachmittags erfolgte dann wieder die Auswertung. Es kamen interessante Darstellungen zu Tage, von uns, von unseren Hunden. Was die Körpersprache an geht, die Mimik, die Haltung beider, die Géstik, die sich bei uns einschlichen und vieles mehr.

Almuth holte dann nochmals oder erstmals die Möglichkeiten, der uns zur Verfügung stehenden Kommunikationsvariationen, ins Gedächnis hervor.. und es sind einige! Ich werde hier nicht weiter drauf eingehen, grins, nur soviel: es war suuuuuper dargestellt und an Einzelbeispielen sehr gut verdeutlicht!

In Reih und Glied, warten die Zwei und Vierbeiner auf die nächste Lektion

Wir erhielten auch immer wieder ein Feedback von den Verhalten unserer Hunde und deren eventuell aufgetauchten Beschwichtigungen, die sie zeigten. So ein fachmännisches Beobachten ist eine sehr wertvolle Sache und jeder sollte es mit nehmen, wenn er die Möglichkeit hat!

Die Resonanz für diesen Seminartag war bei den meisten die beeindruckenste und die wertvollste!!

Samstag, den 21.11.09
Wir trafen uns vormittags im Aufenthaltsraum und Almuth zeigte u. a. an einigen Haltern mit ihren Hunden, wie man den Hund auch so beschäftigen kann. Die Nasenarbeit oder die Suche nach einem verlorenen Gegenstand. War schön zu erleben und ihre wahnsinnige Ruhe war einfach nur göttlich, grins.

Am Nachmittag folgte dann wieder im Outdoorbereich praktische Übungen zum Thema Unterordnung. Die bereits bekannten drei Gruppen sollten wieder zu verschiedenen Zeiten im Kurpark erscheinen und dort wurden kleine Unterordnungsübungen gemacht.. so fiese Dinge, wie Hund in Ablage und er wurde zugetextet von den Fachleuten oder eine Rascheltüte wurde aus der Tasche geholt oder Tanja stakste wie ne Irre um die Hunde herum, ein Ball wurde benutzt und vieles vieles mehr wurde gemacht. Es sollte nicht aufzeigen, ob unsere Hunde Defizite oder grobe Mankos haben, nein, auch hier wurde uns wieder in der Feedbackrunde berichtet, ob unsere Hunde gestresst sind, beschwichtigen oder sonst was für Dinge zeigten.

Nach dem Abendbrot erfolgte die von uns so gewünschte Abschlussrunde. Wir wollten sie lieber am Samstagabend haben, als am Sonntag Vormittag, da schon einige von uns kurz nach dem Frühstück los mussten.

Alle fanden die Harmonie der Gruppe toll und wünschten sie sich für alle weiteren Seminare. Desweiteren regten die Sehlinge an, dass man vielleicht mal ein Schwerpunkt auf das Thema: Sehende Begleiter von Gespannen legen könnte. Sie haben viel erfahren und auch von den Fachleuten und den Haltern viel gehört, wie ein Sehender sich doch verhalten sollte, wenn er mit so einem Führhund zusammen lebt.

Geschafft liegt der Schnauzer auf der Seite und döst

Sonntag, den 22.11.09
Der Tag der Abreise. Wir trafen uns zu gemeinsamen Spaziergängen, zum Abschied nehmen vom Deich, zum Austausch, zum Winke Winke am Eingang und verteilten uns wieder in alle Himmelsrichtungen.

Ich hoffe, ihr seit alle gut nach Hause gekommen und stellt euch den Aufgaben eurer Hunde und des Seminars. Könnt das Erfahrene umsetzen und habt Spaß mit euren Hunden.. und denkt dran: immer schön bedanken bei euren Hunden, grins.

Es grüßt euch und freut sich auf ein Wiedersehen, die Backi, die Kathrin oder die Göre aus Berlin, grins.

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