Erste Hilfe am Hund!

Das war ein Thema bei einem Seminar, dass der Blindenverein Niedersachsen/Bremen für dieses Jahr im August anbot. Schon bei der Seminarausschreibung hielt sich die Begeisterung bei mir enorm in Grenzen.. Wie sollte das bitte nun wieder gehen? Wie sollte ein Blinder denn nun die allgemein bekannten Maßnahmen umsetzen können?

Immer wieder kamen Bilder hoch in mir und ich habe mich das schon öfters gefragt. Ich weiß, dass bereits in anderen Seminaren das Thema durchgenommen wurde, habe aber auch das Feedback danach vernommen und war immer froh, dass ich mich nicht dort angemeldet hatte.

Bei Seminaren von Niedersachsen und Bremen war ich schon öfters und mich machte es eher ein wenig traurig, dass nun dieses Thema angeboten wurde.. schade, dachte ich so. Nun, fahr ich doch hin, dann mach ich halt bei dem Erste-Hilfe-Ding nicht mit und mach was anderes.. gehe schön spazieren oder so.. ich einigte mich mit meinem Inneren und meldete mich an.

Wir waren so in etwa 16 Teilnehmer und wurden in zwei Gruppen geteilt. Der nächste Schock war, dass wir jeweils für einen ganzen Tag in den zwei Seminarthemen unterwegs waren. Es hieß also, den ganzen Tag lang Erste-Hilfe und den anderen ganzen Tag dann halt Körpersprache. Nun gut, auch mal was anderes.

Nach dem ersten Kennen lernen am Vorabend und den ersten theoretischen Teil, wie Temperatur messen, Wurmkuren, Impfung und z. b. Insektenstiche kamen weitere wichtige theoretische Informationen nett und gebündelt auf den Tisch bzw. in den Seminarraum.

Foto: Das Auge beim Hund in NahaufnahmeAuch die Gabe von Augentropfen wurde erklärt und gezeigt, sowie Kontrolle der Ohren und das einfache entfernen des Zahnsteins.

Das Thema Erste-Hilfe wurde von Herrn Christian Ergenzinger aus Hannover vorgetragen. Er war in Begleitung von Corinna Klück, die ihm hilfreich zur Seite stand. Es wirkte eingespielt und harmonisch.

Locker und gelöst, gut zuhörend und realistisch vorstellbar erläuterte Herr Ergenzinger viele wichtige Handgriffe und Tricks, die sein Fachwissen und seine praktische Erfahrung hergaben und gab diese gern an uns weiter. Mit seiner und Corinnas Engelsgeduld konnten wir die verschiedenen Verbände an unseren Hunden anlegen und vor allem nachvollziehen. Mit einfachen Mitteln konnten wir Schienen erstellen und diese am Hund austesten.. und donnerwetter: Sie hielten wirklich:-)

Dies natürlich auch, weil wir das Glück hatten und nicht allzu viel Teilnehmer in den 2 Gruppen waren. Mit mehr könnte ich es mir auch nicht so gut vorstellen. Auch wurden durch unser Feedback für Herrn Ergenzinger neue Ideen kreiert, so dass er auch von uns gerne profitierte.

Foto: Ein Schäferhund mit riesigen StockDas Stöckchen spielen kann eine große Gefahr werden. Auch dies wurde kritisch diskutiert und erläutert. Dieser Schäfer hat seine eigene Erfahrung mit einem Stock gemacht und die Besitzerin wird nie wieder zulassen, dass ihr Hund mit einem Stock spielt!

Meine anfängliche Skepsis zu bestimmten Situationen wurden auch diskutiert und teilweise abgebaut. Es gibt halt Unfall-Situationen, die wir nie meistern werden können. Jedoch haben wir durch den sehr gut geführten Kurs mit Herrn Ergenzinger das Rüstzeug und die Motivation bekommen, nicht mehr so angstvoll mit dem Thema "Unfall, Notfall" umgehen zu können.

Auch in der Feedbackrunde des Seminars haben sich einige Teilnehmer, die bereits Erste-Hilfe Kurse besucht haben, sehr positiv über genau diesen, von Herrn Ergenzinger, geführten Kurs geäußert. Die anderen Kurse waren in keinster Weise so aufgebaut oder gar von der praktischen Seite so anschaulich durchgeführt worden, wie dieser.

Foto: Die wunderschöne Kauleiste von einem Jungschnösel - einem RiesenschnauzerUns wurde auch gezeigt, wie man lästigen Zahnstein schon im frühen Stadium entfernen kann und warum dies auch wichtig ist, zu tun

Also, Herr Ergenzinger:

Dafür, dass Sie und auch Corinna Klück noch nie in der Blindenszene waren und absolutes Neuland betreten haben, können wir uns nur bedanken und Sie ermuntern, dies gern weiter zu machen. Sie haben eine gute Art, sich hinein zu denken in ihre Kunden (Menschen) und erklären es anschaulich und sachlich. Gern wieder einmal! Herzlichen Dank.

Wer in Hannover wohnt oder in der Nähe und einen Tierheilpraktiker sucht, der nicht verbittert nur die eine Fachrichtung vertritt, sondern für alle Richtungen offen ist, sollte sich die Adresse schleunigst in sein Adressbuch knallen und ihn als Haus und Hoftierheilpraktiker in Anspruch nehmen. Zumal er eine "mobile" Praxis betreibt und er somit auch zu den Kunden nach Hause kommt und dies ist ja grad bei uns auch sehr schön und hilfreich, gelle:-) (schade, dass ich nicht in Hannover wohne.. ich würde nicht lange fackeln)
Hier die Kontaktdaten:
Christian Ergenzinger
Stammestraße 63a
30459 Hannover
Telefon: 0511 - 10 544 340
E-Mail:
Tierheilpraxis Ergenzinger

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