Die Sache mit dem Führerschein

Es sind viele Ähnlichkeiten zwischen dem Zusammenwachsen mit einem Blindenführhund und dem Erhalt einer Fahrerlaubnis und dem Beherrschen eines Kraftfahrzeuges.

Ich suche mir eine Fahrschule des Vertrauens. Einen Lehrer oder Lehrerin, die mir gefällt, die mir liegt, der ich vertraue.
Dann erfahre ich, wie ein Auto funktioniert, lerne die Lenkung kennen, mache mich mit der Schaltung vertraut, gewöhne mich an den Sitz auf der linken Seite, habe ein, zwei Stunden eine Nachtfahrt und Autobahnfahrt..
Und wenn ich dies alles soweit beherrsche und der Lehrer meint, ich kann alles, muss ich eine Fahrprüfung ablegen.. fertig! Geschafft!
Nun habe ich die Erlaubnis und werde in die Welt los gelassen.. muss mit den vollen Straßen fertig werden, mit den verschiedenen Witterungen, mit dupiosen Verkehrsteilnehmern, mit der Straßenverkehrsordnung.. kurz um: mit dem Alltag und den tausenden von Situationen, die mir mein Fahrlehrer leider nicht bieten konnte in der kurzen Zeit der Fahrstunde!

All das trifft auch auf das Gespann zu. Auf den Erhalt eines Blindenführhundes und dem Zusammenwachsen. Losgelassen auf den Alltag und auf die vielen, vielen Varianten, die uns der Alltag bietet.
Und genauso wie der Fahranfänger lernen muss, was es bedeuten könnte, wenn sein Auto plötzlich stehen bleibt oder wie es auf regennasser mit Laub bedeckter Straße liegt - genauso geht es dem blinden oder sehbehinderten Halter mit seinem neuen Partner Hund!

Wollen wir uns wünschen, dass wir die Ruhe behalten und die Nerven.. auf unseren Wegen.. in dem Alltag.. in allen Situationen, die uns vom Leben angeboten werden!

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