Weiter gehts in Richtung Jakobsweg!

Update Mitte September 2015!

Es ist gut 2 Jahre her, als der Wunsch in mir immer konkreter wurde. Ja, ich will ein Stück den Jakobsweg gehen. Nein, nein, nicht in Spanien, sondern hier in Deutschland, von Berlin aus.

Die Vorbereitungen fingen an. Akribische Suche nach GPS Daten und den allmählichen Kauf von Utensilien, die ich unbedingt benötige. Zelt, Kochmöglichkeit für Heißgetränke, Rucksack, Akku Ersatz für das Handy, Probe laufen und vieles mehr.

Für mich stand aber auch fest, dass ich wenigstens das Gewicht an mir selbst verlieren muss, was ich letztendlich auf dem Rücken tragen werde. Und das ist nicht gerade wenig, wenn man noch an das Hundefutter dabei denkt. Ich bin derzeit bei 11 bis 12 Kilogramm, die ich tragen muss.

Für August diesen Jahres war alles geplant und durch die Hitze verschoben. Das würde ich nicht schaffen und mein Hund auch nicht.

Und mein Gewicht? Nun, endlich nach vielen Suchen habe ich vor 12 Wochen ein Studio gefunden und kann mein Gewicht auf eine angenehme und vor allem gelenkschonende Art verlieren. Das tut gut und stimmt mich umso freudiger auf den Jakobsweg.

So lebt man ohne Barrieren..

Das Studio liegt hier in meiner Nähe in der Kaiser-Wilhelm-Strasse 24 und heißt Shapeline. Die Inhaberin heißt Ellen Schmidt. Es zeichnete sich vor allem in dem ganz normalen Umgang schon beim ersten Telefonat aus! Entgegen aller anderen Studios, Institutionen und Präventionskurs Anbietern kam hier nämlich sofort ein: Na kommen Sie vorbei und wir schauen mal, ob das das richtige für Sie ist und wo wir den Hund am besten hinlegen können.. traumhaft!! Und überhaupt nicht normal! Denn 75 Prozent der Vertragspartner meiner gesetzlichen Krankenkasse, der TK, lehnten mich allein nur wegen dem Blindenführhund ab!! Die anderen 25 Prozent hatten keine Zeit oder erst viel später mal einen Termin für mich frei… angeblich.
Ist das nicht traurig??

Da erhalte ich ein medizinisches Hilfsmittel von meiner TK bezahlt und ich sollte es wohl lieber zu Hause lassen. Einen Zuschuss wollte ich nun haben von meiner Kasse. Denkste, Puppe! So geht das nicht.. und die Kasse verweist mich an den hiesigen Blindenverein. Soll ich doch dort Sport machen.. Inklusion oder Gleichstellung lässt schön grüßen.. Ghetto Haltung könnte man das ja auch noch nennen.
Auch der Hinweis, dass die Kasse nicht gerade auf ihre Kunden eingeht und dies ja wohl nichts mehr mit Gleichstellung zu tun hat, interessiert die TK nicht.

Ich war auch in diesen großen Studios oder gar andere Sportanbieter.. wo so tolle Hechte herum laufen.. die laute Musik macht den Rest und ich fragte mich schon beim rein kommen, was soll ich hier??? Einige waren ganz begeistert und die Begeisterung endet auch genauso schnell wieder, wenn sie merken, dass die ja öfter Hilfe braucht.. so ein Wumps mit dem Schienbein gegen den Ausläufer eines Rudergerätes macht nicht wirklich Spaß.

Somit freue ich mich umso mehr über Ellen Schmidt und ihrem Team. Das beherzt da ist und jeden Kunden akzeptiert, motiviert und die Höhen und Tiefen mit lebt. Und hier ist es völlig selbstverständlich, dass man an den Geräten ist, denn sie achten darauf, dass man richtig liegt auf den Bänken und schalten die Geräte ein. Das macht hier nämlich nicht der Kunde!

Also ganz nebenbei und unbewusst einfach ideal für so manche sehbehinderte oder anders behinderte Menschen.

Ich nenne es gerne Wellness Sport, denn ich kann neben dem Body & Soul Sportprogramm noch Wickel und Laserbehandlungen machen lassen. So tue ich gleich meiner Haut was Gutes und die Straffung der Haut ist auch gegeben.

Effektiver Sport..

… findet an 6 Bänken statt oder auch Tischen. Man wird auf diesen Bänken bewegt und es wird viel auf die Atmung geachtet. Vorbeugend gegen Burn Out ist es auch gleich noch, denn auf jeder Bank wird man berieselt mit ruhiger Musik und netter Stimme, die einen in eine andere Welt tauchen lässt und die einen in den Übungen begleitet.

Bis man das erst mal sortiert hat:-) vergehen ein paar Besuche und man merkt, wie schlecht man eigentlich atmet.. wie wenig in die Tiefe:-) An 5 Bänken ist man in Bewegung. An der sechsten wird man massiert und kehrt zurück in die Wirklichkeit:-) An jeder Bank ist man 10 Minuten und diese Stunde ist so effektiv, wie 5 Stunden Aerobic!!!

Und es funktioniert!

Es gibt die erste Stunde gratis - zum testen. Keiner überredet zu irgendwas. Man braucht auch keine Jahresbeiträge hinlegen. Man kann Monatsangebote wahrnehmen und wird immer auf seinen Typ hin sehr gut beraten.

Und wenn man sich nach der Gratiseinheit für weitere Besuche entscheidet wird man vor diesen Behandlungen gründlich ausgemessen. Man erfährt seinen derzeitigen Stand von seinem Stoffwechselalter, seinem BMI, seinen Körperanteilen von Fett, Muskel und Wasser. Der Körperumfang wird gemessen und dies an diverse Stellen und man erfährt was man für eine Figur hat.. übrigens ich war anfangs eine Karotte:-)

Gerade die Ansprache durch das echt tolle Personal dort - sie haben alle selber durch diese Methode abgenommen, fühlt man sich wohl und wird ernst genommen! Die Blindheit bei mir wurde als selbstverständlich behandelt. Ach so, es ist nur für Frauen und es ist wesentlich angenehmer dort hinein zu gehen, als in so ein Schicki-Micki-Studio:-)

Huch! Ich habe Becken.. :-)

Ich habe in den letzten 12 Wochen gute 8 Kilogramm abgenommen und 11 Zentimeter allein an Hüfte und Bauch verloren. Mein Stoffwechselalter von 66 Jahren auf 57 gesteigert und meinen Muskelanteil erhöht. Und ich gehe gerne hin. Ich habe noch nicht einmal geschwitzt in dieser Zeit dort auf den Bänken und meinen Gelenken geht es super. Durch die Analysen erfahre ich, ob ich genug trinke und ob ich wirklich Fett verliere oder nur Muskelmasse.

Fazit

Mein Körper hat sich ordentlich verändert.. die Haut strafft sich mit und aus der großen Beule zwischen Brust und Hüfte haben sich Falten gebildet:-) Knochen tauchen wieder an Stellen auf, wo sie lange nicht zu erspüren waren..:-)

So kann ich gut noch bis Ende diesen Jahres zweimal die Woche zu Shapeline gehen und weiteres Fett abschmelzen und mir Gutes tun.

Und ich komme auf eine sehr angenehme Art meinem Wunsch den Jakobsweg zu gehen näher.

Und natürlich, meiner TK werde ich noch einen weiteren Brief schreiben und sie weiter aufklären!!!!

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