Ein Blindenführhund - mehr als nur ein Haustier!

Der Blindenführhund ist ein anerkanntes Hilfsmittel, er wird vom Facharzt verordnet, von der Krankenkasse bewilligt und bezahlt. Somit ist die Notwendigkeit dieses "Hilfsmittels mit Seele", wie etwa ein Rollstuhl oder eine Prothese, nachgewiesen.

Blindenführhunde arbeiten - wie eigentlich alle Hunde - gern und genießen einen besonders engen Kontakt zu ihrer Bezugsperson. Blinde sind auf die Hilfe ihrer Führhunde angewiesen!

Ein Führhund vollbringt täglich eine außerordentliche Führleistung, zu der nur ein gesunder, wesensfester, lernfreudiger, gutmütiger und zugleich selbstbewusster Hund nach gründlicher Ausbildung und Einarbeitung fähig ist. Selbst im modernen Großstadtverkehr bringt der gut ausgebildete Führhund seinen Halter sicher an jedes gewünschte Ziel. Hierbei umgeht er Hindernisse (selbst wenn er sie allein leicht unterlaufen könnte!), zeigt einmündende Straßen an, erleichtert seinem Halter die oft gefahrvolle Straßenüberquerung und sucht auf entsprechende Hörzeichen verschiedenste Objekte auf, wie etwa Fußgängerüberwege, Treppen, Türen, Sitzgelegenheiten, bestimmte häufiger angelaufene Ziele und manches mehr. Dadurch gibt der Führhund dem Blinden ein hohes Maß an Sicherheit und Selbständigkeit!

Der Blindenführhund begleitet und führt seinen Halter deshalb auch in öffentliche Gebäude (Krankenhäuser, Gerichte usw.), in Lebensmittelgeschäfte, zum Arzt, zu Veranstaltungen, in die Kirche, ins Restaurant, ins Schwimmbad, auf Reisen, und vieles mehr! Diese einzigartige Hilfe ist nur möglich, da der Blindenführhund vielfältige Sonderrechte genießt, er ist von verschiedensten Verboten ausgenommen, die Hunden ansonsten allgemein den Zutritt verwehren.

Ein gut ausgebildeter und mit seinem Menschen harmonierender Führhund bedeutet für seinen Halter Lebensqualität und Teilhabe!

Auf die Empfehlung bzw. Stellungnahme des Deutschen Instituts für Hygiene der Freien Universität Berlin zur Mitnahme von Blindenführhunden in Arztpraxen und Krankenhäuser wird abschließend und vorsorglich hingewiesen!

Diese können Sie hier einsehen:

Kapitel-Übersicht "Öffentlichkeit und Presse"