Im Blindflug auf dem Jakobsweg

Bereits im letzten Jahr wollte ich schon los. Aber ohne Hund tat ich mich dann doch schwer und bin nicht los gezogen.
Nun dieses Jahr soll es sein und Ende Februar wurde ich aktiv!

Die Vorbereitungen beginnen

Ein Ein-Mann-Zelt war bereits gekauft. Nun musste erst mal getestet werden, ob dieser große Hund und ich da Platz drin haben. Es wurde im Wohnzimmer aufgebaut und es paßt! Super!
Die nächsten und wichtigsten Fragen standen an:
Wie finde ich den Weg?
Gibt es GPS Daten?
Bekomme ich diese Daten in mein iPhone?
Welche Etappen oder wie groß sind sie?

Ich begann zu recherchieren, fand viele hilfreiche Seiten im Netz und eine große Gruppe bei Facebook. Hier erhielt ich viele Informationen und es stellten sich immer mehr Fragen. Ich entdeckte, dass ich hier im Südwesten von Berlin auch einen Weg gehen kann. Dieser führt von Berlin nach Leipzig. Oh ja, diesen wollte ich gehen. So brauche ich nicht erst durch die ganze Stadt fahren.
Eine Freundin fand im Netz dann eine Seite, wo die Wege mit GPS Daten hinterlegt waren. Juuuuuuuuubel! Nun hatte ich auch noch Glück und erfuhr von einem Pilger, der diesen Weg sehr gut kennt, dass die Daten gut sind und richtig. Ich hatte sie also schon mal auf meinem PC!

Wie komme ich mit den Daten klar? Kurzerhand wurde der Karfreitag ausgenutzt und ich fuhr mit Nicoletta und Conrad ins Umland zu einem Teilstück des Weges hier bei Stahnsdorf.

Conrad zeigt mir den Wegweiser an einem Pfahl am Wegesrand Die Hinweise für den Weg, die Abbildung einer Muschel, ist für mich nicht hilfreich. Dies war und wurde nochmals deutlich! Die GPS Daten wurden in Himmelsrichtungen angesagt, nicht in Uhrzeiten. Zweites ist mir bedeutend lieber. Also weiter stöbern und probieren, ob die App auch das anbieten kann.
Ich fragte weiter herum und ich probierte die App wieder neu aus, hier oben bei mir auf den Feldern. Eine Umstellung auf Uhrzeiten wurde gefunden und nun ist auch dieser Schritt geschafft. Für das iPhone habe ich eine Powerbank gefunden mit der ich das iPhone 4 mal am Tage aufladen kann. Das müsste reichen, denn die GPS Ortung kann ich ja gezielter einsetzen und so muss ich sie nicht ständig anhaben. Ich brauche dann nur wirklich am nächsten Tag eine Steckdose.
Immer mehr wird klar: ich kann den Jakobsweg gehen!!

Die Packliste wird angelegt

So wenig wie nötig! Das sagt sich leicht, wenn man nur schon das Futter von dem Hund sieht, lach.
Schon immer, bei jeder Reise, hat der Hund den meisten Teil eingenommen. Aber ich plane ja nun auch nicht einen 4 Wochen Trip!
Das Zelt ist wichtig! Denn ich muss zur Sicherheit eine Übernachtungsmöglichkeit haben, falls ich mich total verfranse. Der Weg hinter Lutherstadt Wittenberg hat u. a. einen Abschnitt von gut 24 Kilometer. Auf dieser Teilstrecke ist nicht eine Möglichkeit der Einkehr! Es gibt kein Lokal, keine Pension! Unvorstellbar! Und das in Deutschland:-) Es ist gut, dass ich das weiß und mich vorbereiten kann.
Ich will mir aber nichts beweisen. Ich habe kein Druck. Ich weiß nicht, wie weit ich laufe.. aber für den Fall der Fälle..
Ich plane eine gute Woche ein und stets und ständig wird an der Packliste gearbeitet. Beginn der Reise ist für Anfang August geplant und der Sommer wird für Kondition und weitere Übungsgänge gefüllt sein.
Ich freu mich und könnte sofort los:-)

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