München im März 2010

Mitte März zog es uns zu einem Treffen mit ein paar Leuten aus sogenannten Mailinglisten für 4 Tage nach München.

Foto: Sissy, eine Berner Sennerin am See Wir trafen uns mit einer Trainerin für Führhunde, einer Rollifahrerin mit ihrem Servicehund, einer Schwerhörigen mit ihrem Signalhund, einer weiteren Blinden mit ihrem Berner Senner Mädel und einem blinden jungen Mann mit seinem Labbiburschen.

Am Freitagfrüh um 3:30 zogen wir los zum Flughafen und starteten in das erste Erlebnis 2010!

Foto: Backi am Minihofbräuhaus im englischen Garten Linda Erdl, die Rollifrau holte uns in München ab und wir verbrachten einen wunderschönen Vormittag im Englischen Garten. Was für ein herrlicher Garten mit Biergärten und meilenweiten Wegen, freilaufenden Hunden und vielen Pferden, die am Wegesrand vorbei ritten, nur nette Leute, die Sonne und ein gemütlicher Platz in einem Biergarten, der von und für Hundehalter gemacht wurde.

Foto: Der weiße Schäfer übte die ersten Schritte im Geschirr in München Zum frühen Nachmittag sammelten wir dann die Trainerin und die Schwerhörige im E-Garten ein und setzten uns wieder in den Hundebiergarten. Einfach nur herrrrlich!

Foto: Zwei Männer kamen auch: Sascha und Bruno BlondAm späten Nachmittag kamen dann noch die beiden Burschen, der junge Mann mit seinem Labbikumpel und wir drehten unsere Runden erneut und gingen abends italienisch essen. Viele Gespräche rund um alles mögliche und der Blick über den Tellerrand war wieder einmal möglich.

Foto: Der Dicke am Olympiasee Samstagmittag zogen wir, ohne Sascha in das Olympische Dorf. Linda ist eine fabelhafte Fremdenfüherin und kann alles sehr schön und plastisch erklären und sie tat es voller Stolz für diese Stadt. Immer mehr Touristen kamen hinzu und es wurde immer voller. Viele viele Dinge habe ich so nebenbei von denen erfahren und wie traurig ist es für mich, mitzubekommen, wie wenig ein Schwerhöriger Mensch davon haben kann. Was entgeht dem doch alles.. kleine Anekdoten, Witze auf bayrisch, anerkennende Bewunderung für unsere Hunde, lachende Touris, weinende Kinder.. und vieles vieles mehr. Ich weiß es in solchen Momenten immer wieder zu schätzen und gebe immer wieder Recht:

Blindheit trennt von Dingen - Ein schlechtes Gehör vom Menschen!

Schwups, war es Sonntag und wir gingen nach dem Packen und dem Ausschecken im Hotel wieder in den Garten. Dort verbrachten wir den Vormittag gemeinsam und schließlich verabschiedeten sich die Österreicher, die Hundetrainerin und die Schwerhörige von uns. Kirsten und ich blieben im Garten und machten bei Lindas Minihundeschule mit. Erst eine Stunde Dogdancing und anschließend noch eine Stunde mit zwei Minis, die ein wenig Probleme mit großen Hunden hatten. Ich glaube, es waren ein langhaariger Chihuahua und ein Prager Radler. Es machte uns allen riesigen Spaß und auch den Münchner Mädels hat es gefallen. Linda, grüße sie ganz lieb von uns, wir machen es gerne wieder mal mit!

Foto: Sissy begnügt sich auf der Wiese

Foto: In Harmonie vereint, Sascha und Bruno, der blonde Labrador Nach dem Erlebnis ging es durch München zum Hauptbahnhof, wir brachten Kirsten zum Zug und anschließend fuhren Linda und ich zu ihr nach Hause. Endlich gemütlich daheeme verschnauften wir. Unsere Hunde waren platt und glücklich.

Montag vormittag düsten wir wieder in den Garten. Das wird ja ein Muss für mich für München! Der Anfang und das Ende waren wichtig und gut für uns und wir genoßen es einfach nur. Am Nachmittag ging es zurück in die Hauptstadt und im tiefsten Berufsverkehr kamen wir gegen halb sechs wieder zu Hause an.

Der Dicke suchte am Flughafen Werner und das Auto. Hätte ich nicht gedacht und es tat mir weh, dies zu beobachten. Ja klar, er hatte Recht, Werner hatte uns immer abgeholt..

Foto: Auch die Cockerdame Tara hat sich tagelang ausruhen müssenWie groß doch die Anstrengungen für den Hund waren, bemerkte ich die nächsten drei Tage noch. Er ruhte viel und er träumte viel.. wie ich.. von dem super schönen Englischen Garten.

Danke Linda! Wir kommen gerne wieder.

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