Es ist vollbracht!

Und plötzlich werden die einst so unangenehmen Tage zu den Schönen, denn es war ein Donnerstag und wir schliefen das erste Mal in unserem neuen Heim!

Und dies war der 01.09.2016! Ich hatte schon fast aufgegeben, als ich auf einmal ein Angebot für eine bzw. zwei Wohnungen bekam. Und die erste, die leer stand konnte ich besichtigen und sagte sogleich zu. Diese ging dann aber an eine andere Bewerberin und ich schaute mir die zweite an, die auch noch voller Möbel stand. So war die Begeisterung erst nicht so präsent. Doch ganz schnell danach wurde mir klar, dass es alles gut so war und ich eine sehr hübsche und perfekte Wohnung für mich oder uns gefunden habe.

Anderthalb Zimmer, ein kleines Schlafzimmer und eine gute Küche, ein Bad mit Fenster und ein schönen großen Balkon. Im zweiten Stock mit Fahrstuhl und nicht weit zu den Gassimöglichkeiten für uns.
Weit und breit keine Ampelanlage und wirklich mal nicht ständiger Autoverkehr. Und wie auf dem Foto zu ersehen, auch kein Gegenüber mehr, der uns auf den Balkon schauen kann. Einfach nur Perfekt!
Herzlichen Dank für diese Vermittlung!

Der Blick von meinem Balkon bei Sonnenaufgang. Kein Gegenüber und ein großer Baum, der uns vor der direkten und heißen Sonne in der Wohnung schützt

Und nun sind die Wochen vergangen und wir sind schon längst angekommen. Warteten aber bis jetzt auf die Technik, das Telefon und auf den anständigen Internetzugang. Die Wohnung formt sich und ich habe bewußt auf den Alltag gesetzt, damit ich in diesem bemerken kann, wo was hin kann und noch muss. Hier ein Regal, dort ein Brett oder was für ein Bett oder Schrank kann ich noch gebrauchen. Die Wohnung hat viel Stauraum und ist schön hell.

Erst beim Umzug bemerkte ich, dass ich eigentlich nur noch eine Handvoll Dinge dabei hatte, die ich einst mit Werner mal angeschafft hatte. Also doch ein großer Schnitt zur alten Welt.

Die alte Wohnung wurde hergerichtet und in wenigen Minuten, die ich allein sein konnte, flogen die 10 Jahre und 6,5 Monate an mir vorbei. Ich habe Abschied genommen und bin mit einem guten Gefühl dort raus gelaufen. ich danke für die schöne und auch traurige Zeit und für die schöne Hausgemeinschaft, die ich dort erleben durfte. Wünsche den Menschen dort Gesundheit und alles Gute!

Der Hund hat beim ersten Gang an diesem Donnerstag sofort reagiert. Komm, wir gehen nach Hause, so sagte ich und er lief bei der Haustür von Oma Frauchen vorbei. Ja fast stolz hatte ich das Gefühl und er lief zu unserem Eingang. Er hatte schon abgeschlossen und auch ich hatte es. Aus Versehen in die falsche Richtung fahren??? Nein, nicht ein einziges Mal war dieses geschehen.

Ein neues Leben - ein neuer Abschnitt - Ballast abgeworfen.

Was habe ich aufgeräumt, weg geworfen, abgegeben und aufgegeben! Irre. Ich musste 52 Jahre jung werden, um festzustellen, dass ich all meine Wohnungen nie allein eingerichtet hatte. Seit der Wismarer Strasse, meiner ersten Wohnung war stets Werner dabei. Er nahm Einfluss und es waren wir, die dort einzogen. Hier ist es nun wirklich meine Wohnung und ich weiß gar nicht um meinen Styl. Dann wird es ja mal Zeit:-)

Nicht nur der Schnitt zu den alten Möbeln oder Dingen, die ich nicht mehr mitnehmen wollte - nein, auch die Adresse ist neu und die Telefonnummern wurden erneuert. Viel zu viel war es wohl in der letzten Zeit geworden und die Penetranz einiger Menschen waren wohl so unbewußt zu viel geworden, dass ich wie ein zweiter Mensch immer nur alles bejahte, als ich nach den Neuen Anschlüssen gefragt wurde. Warum denn eigentlich nicht? Machen wir einen totalen Schnitt und beginnen wir auch hier neu. Ohne Telefon zu sein war erst einmal komisch. Jedoch ist es wohl wie mit allem: Die ersten zwei, drei Tage ist es so und dann bemerkt man, den Vorteil und hier war es definitiv der Zeitfaktor. Was für Zeiträuber sind doch so alltäglich um uns herum. Wie schnell vergehen die Stunden durch mal eben kurze Telefonanrufe oder sozialen Verpflichtungen. Von den sozialen Netzwerken ganz zu schweigen. Wahnsinn.

Erreichbar war ich nur noch per Mail und ich war überrascht über die verschiedenen Reaktionen von Menschen, denen ich doch so wichtig war.. Mail schien nicht auszureichen für den einen oder anderen. Kein Handy mehr dagegen wurde rebelliert und eingeschnappt reagiert. Für mich interessant und erst Recht bedenklich. Habe ich in den einen oder anderen doch mehr gesehen??

Wieder im Lot.

Nun ist Ende Oktober und die letzten Unruhen wegen des Geldes sind auch vorbei und der Alltag ist präsent. Es geht um, wie und wo gehe ich einkaufen, wie fahre ich am besten da und dahin. Welche Busse werden meine Favoriten. Die Gegend wird erkundet. Nette Menschen werden getroffen. Die ersten Sitzungen beginnen nach der Wahl und auch die Frage nach dem Wie oder mit was geht es überhaupt weiter wird konkreter gestellt.

Der runde Tisch Lichterfelde West ist bereits ab Acta gelegt, da ich dort nicht mehr wohne. Einen neuen hier errichten?? Mal sehen, wichtig wäre er hier gewiß.

Der Wunsch nach einer Fremdsprache ist da und die Volkshochschule wurde schon fleißig durch geschaut. Lassen wir uns überraschen, wo es uns hinzieht. Das witzige ist: Der Wunsch den Jakobsweg zu gehen, ist verpufft. Die Ruhe und Entspannung, die wir hier nun jeden Tag erleben durfen scheinen zu genügen. Mal schauen auch hier, wie es weitergeht.

Kontakt aufnehmen.

Schon immer hatte ich hier ein Impressum mit meinen Daten, wie Adresse und Telefonnummer. Ich habe meine Erfahrungen damit gemacht und werde diese Daten hier nicht mehr veröffentlichen.
Wer wissen muss oder möchte, wo ich wohne oder mich per Telefon sprechen möchte, der kann mir einfach eine Mail schicken und diese Dinge erfragen. Ich habe viele Anfragen. Darunter aber auch unangenehme und auch den Werbeleuten möchte ich so keine Möglichkeit mehr geben, meine Daten weiter zu verkaufen.

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